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Scheißtag

Jeder kennt diese Tage, an denen es einfach nicht läuft. Gestern war so einer.
In der Früh hatten wir einen relativ wichtigen Termin, der für uns nicht so lief, wie wir es uns erhofft haben. Danach in die Arbeit und auch da lief es nicht so richtig rund. Anschließend wieder heim und der anfangs ruhige Abend entwickelte sich in eine Richtung, die mir überhaupt nicht recht war.
Jetzt könnte man ja meinen, neuer Tag neues Glück und eigentlich versuche ich jeden neuen Tag als neue Chance zu betrachten. Heute jedoch liegt mir der gestrige Tag noch so schwer im Magen, dass ich mich nur schwer motivieren kann und heute in einer ungünstigen Stimmung bin.

Nachtrag: Und natürlich wurde ich auf dem Heimweg von den Cops angehalten. Ich war angeschnallt, keine Lampe kaputt, hatte mein Warndreieck und meinen Sanikasten dabei. Und natürlich war ich auch mit dem Alkoholtest einverstanden, denn die Alternative wäre gewesen, mit denen mit zu fahren und auf dem Revier Blut zu spenden. … Wotzefack!!!

Geposted am: Freitag, 8. Februar 2013
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Und wieder einmal …

Manche lernen es einfach nicht. Kein Wunder, es lassen sich ja auch immer noch viel zu viele vor den Karren spannen und ich langweile meine Leser abermals mit altem Shice.

Diesmal ist es wieder ein Reiseanbieter, der mittels einem vermeintlichen Gewinnspiel das Ranking in Suchmaschinen aufpolieren will.
Das Prinzip ist ganz einfach. Reiseziel auswählen, Blogbeitrag mit Link zu Tomas Koch und vielleicht … also eventuell … die Reise gewinnen.

So lange sich da aber immer noch Leute finden, die an solchen Aktionen tatsächlich teilnehmen, werden die Werbefutzis entsprechender Unternehmen mit diesem Shice weitermachen.

Und ich wiederhole mich, es kostet mich nur ein müdes Lächeln einen Link zu setzen und mir ist deren Ranking sowas von shice´n´drag egal, aber die Art und Weise bricht mich an.
Die schreiben doch tatsächlich in Ihrer Mail an mich:

Wir haben gesehen, dass Sie an Gewinnspielen und Geschenken für Blogger interessiert sind und auch schon an Blogger-Aktionen teilgenommen haben.

Vielleicht hätten Sie auch die Blogbeiträge lesen sollen, warum ich an gewissen Aktionen nicht teilgenommen habe.
Mich bricht diese Köderei mit eventuellem Gewinn an. Wenn Sie eine Leistung wünschen, sollen Sie auch was dafür springen lassen. Wie das aussehen kann, wurde ebenfalls bereits mehrfach in diesem Blog dargestellt.

Diese Aktion erhaltene E-Mail allein ist für mich Grund nicht bei Tomas Koch zu buchen, egal wie gut oder schlecht die sind. Vielleicht denkt die Geschäftsleitung ja mal drüber nach die Mitarbeiter der Marketingabteilung bzw. das beauftragte Unternehmen auszutauschen. Mit etwas Glück findet sich schnell ein kreatives und innovatives neues Team.

Geposted am: Montag, 17. Januar 2011
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Die Bahn und das Wetter

Neulich habe ich in der Arbeit mit Kollegen darüber gesprochen, wie es die Bahn doch immer schafft verspätet zu sein. Gründe gibt es viele: zu warm, zu kalt, Gegenwind, Rückenwind, Seitenwind, gar kein Wind, Regen, Sturm, Hagel oder Sonnenschein.
Schnell kam die Frage auf, wie es sich denn in anderen Ländern mit der Bahn so verhält, man scheint dort nicht überrascht zu sein, dass es im Winter schneit.
Heute bekam ich über Twitter streng geheimes Material zugespielt und siehe da, des Rätsels Lösung ist ganz einfach

Geposted am: Dienstag, 21. Dezember 2010
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Marketingfail

Es gibt Anbieter im Netz, die haben es echt drauf. Die haben einfach verstanden, dass man mal etwas investieren muss und dafür auch etwas bekommt. Im Regelfall nennt man dies eine Win-Win-Situation, also ein Deal von dem beide was haben. Wie das aussehen kann, habe ich hier und hier festgehalten.

Na und dann gibt es da noch die Anderen, die, die es einfach nicht verstanden haben. So erhielt ich vor sehr geraumer Zeit eine Anfrage einen Link zu setzen auf ein Unternehmen, welches Erlebnisgutscheine veräußert, so wie man es möglicherweise von Jochen Schweitzer kennt. Aber die Antragsteller haben einfach nicht verstanden, wie das so funktioniert, so bot man mir an, nachdem ich darüber geschrieben habe, einen Gutschein zu erhalten. Ich schreib doch nicht über etwas, was ich nicht kenne und verlinke die dann auch noch, wenn sich hinterher möglicherweise rausstellt, dass es der größte Scheiß ist.

Heute erreichte mich wieder eine solche E-Mail. Darin enthalten der Vorschlag über ein Produkt zu schreiben, im Gegenzug kann man 250 Euro oder eines von 50 Foto-Brettspielen zu gewinnen. Super!!!
Das wird aber noch getoppt, denn wenn man den Link zu den Teilnahmebedingungen folgt, findet man die folgende Passage auf der Webseite:

Stellen Sie in Ihrem Blog-Beitrag unser neuartiges Foto-Brettspiel als einzigartige Geschenkidee inkl. eines Fotos (Screenshot oder Produktbild von unserer Website) vor. Erwähnen Sie außerdem unsere weiteren tollen und hochwertigen Foto-Geschenkideen wie das Premium-Fotopuzzle mit bis zu 1000 Teilen, das Herz-Puzzle mit 600 Teilen, die Fotoleinwand oder den Fotoordner. Verlinken Sie dabei auf unsere Seite www.mimimiii.de* oder auch auf einzelne Produktseiten.

Sehr geehrter Leser, wie scheiße ist das denn? Glauben die ernsthaft, dass wäre auch nur ansatzweise ein interessantes Angebot? Ein(e) Blogger(in) leistet einen Beitrag und bekommt unter Umständen nix dafür. Ich geh doch auch nicht zum Bäcker, leg mein Geld auf den Tisch und lass das Brot da.

Wahrscheinlich machen trotzdem einige mit, was ich sehr schade finde, denn so funktioniert das nicht. Ich möchte mir das Recht vorbehalten, ein Produkt auch mal scheiße zu finden und im Idealfall schreibe ich nicht darüber, anderenfalls gebe ich dies hier kund. Aber das Risiko muss man eingehen, kann man auch, wenn man ein vernünftiges Produkt anbietet und davon überzeugt ist, Wandtattoos.de und 3D Supply haben dies bereits vorgemacht.

* URL/Link von mir geändert

Geposted am: Mittwoch, 10. November 2010
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Nichts kapiert

Ehrlich gesagt musste ich in den letzten Tagen ganz schön brechen und zwar immer dann wenn sich in meiner Twitter-Timeline Tweets zum Projekt S21 befanden.
Ganz ehrlich, zum Projekt selbst hab ich keine feste Meinung, bin weder dafür noch dagegen, denn es gibt sehr wohl gute Argumente dafür und wohl auch dagegen.
Es ist mir auch völlig Wurscht, ob sich die Demonstranten und Cops vor Ort so richtig in´s Gesicht hauen, denn eines lasst euch sicher sagen: Gewalt geht bei solchen Veranstaltungen nie von nur einer Seite aus.
Aber wisst ihr was, in meinen Augen seid ihr voll die Flachzangen, ihr, die ihr nicht vor Ort seid und euch doch eine Meinung erlauben wollt. Überall wird dafür und dagegen gepostet und wie schlimm doch alles ist. Ein Bahnhof in einer verschissenen Stadt bekommt eine Aufmerksamkeit, dass mir schlecht wird.
Wenn ihr wenigstens soviel Anstand hättet und hinfahren würdet …

So Ihr Spinner, nachdem ihr euch für oder gegen so einen verkackten Bahnhof in´s Zeug gelegt habt, wann werdet ihr nach Berlin fahren und dem Westerwelle oder dem Rösler mal ordentlich eine auf´s Maul hauen? Alternativ gibt es wohl noch genügend andere, die das ebenfalls verdient hätten. Wenn ihr die Energie mal für wichtige Themen aufbringen würdet. Es ist mir unerklärlich wie zehntausende in Stuttgart demonstrieren und in Berlin auf der Freiheit statt Angst Demo waren gerade mal 7500. Und dabei war das Thema ein wohl deutlich wichtigeres.

Ihr Pfeiffen … ja, ihr dürft jetzt pissed sein, Ihr lasst euch für nen ollen Bahnhof das Pfefferspray in die Fresse blasen und nickt recht freundlich wenn der Staat ungefragt eure Daten speichert.

Es ist mir unerklärlich, wie man die eigenen Prioritäten so falsch legen kann. Und noch unerklärlicher ist es mir, wie sich ein ganzes Land über so einen pissigen Bahnhof aufregen kann … als ob es nicht genug andere Baustellen in diesem Land gäbe. Ihr wisst nicht wovon ich rede? Stichworte gefällig? Sehr gern: Überwachungsstaat, Krankenversicherung, Kinderbetreuung, Sozialleistungen usw.
Aber so lange ihr euch noch mit so einem verschissenen Bahnhof auseinandersetzt, so lange können die in Berlin ja machen was sie wollen. Halb so wild, denn ich nehme euch auch nicht mehr für voll.

Geposted am: Dienstag, 12. Oktober 2010
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Immer schön aufmerksam bleiben

Ich hatte mir ja für dieses Jahr mal wieder vorgenommen ein paar Klamotten zuzulegen. Hauptsächlich sollte es dabei um Shirts gehen, aber auch mal wieder ne neue Buchse, Sweatshirt, Kapu oder ähnlich.
In meiner Amazon Wunschliste befindet sich nun seit November 2007 ein Shirt, welches ich sehr gern mein Eigen nennen würde und irgendwie hat es mich dann neulich nicht mehr losgelassen und ich habe es in einem OnlineShop in UK bestellt. In deutschen Stores war es in meiner Größe leider nicht verfügbar.

Auf der Suche nach dem Shirt ist mir dann noch noch ne Kapu über den Weg gelaufen und nachdem ich ne Woche drüber nachgedacht habe, habe ich mir diese kurzerhand bestellt. Also ich dann so ein bissl rumgeklickt hab, fiel mir noch ein anderes Shirt auf, welches mir überaus gut gefiel. Der Preis war in Ordnung, also alles rein in den Warenkorb und ab die Bestellung.
Im Gegensatz zu der Bestellung in UK war diese bereits nach zwei Tagen hier und freudig habe ich diese heute ausgepackt. Doch schon beim Auspacken des Shirts bin ich skeptisch geworden … Ich hatte doch ne L bestellt. Hmm … fällt ganz schön klein aus das Teil … und so kurze Ärmel.
Mich befiel ein befremdlicher Verdacht, den es sofort zu prüfen galt.
Herzlichen Glückwunsch, ich hab mir ein Girli-Shirt bestellt.

Nun muss man dem Ganzen aber auch mal was Positives abgewinnen:
1. Die Herzdame hat ein supergeiles Rage against the machine Shirt
2. wegen 1. brauch ich das nicht zurückschicken und kann es mir so wenigstens hin und wieder ansehen
und
3. Was gelernt: Nach 23:00 keine Onlinebestellungen mehr

Und bevor ihr fragt: Nein, ich werde hier kein Foto im Shirt posten

Geposted am: Samstag, 4. September 2010
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Wieder nicht zu Ende gedacht

Ehrlich gesagt, verstehe ich den Wirbel um die Telekom und die Netzneutralität nicht. Also ich verstehe schon worum es dabei geht und und was dies alles unter´m Strich bedeutet, aber werd irgendwie das Gefühl nicht los, dass sich Provider wie die Telekom mit mit solchen Aktionen selbst ins Knie ficken schießen.

Dabei ist es doch ganz einfach:
Zuerst lese man sich diesen Artikel bei heise genau durch.
Nun versucht man sich als erstes das folgende Szenario vorzustellen: Alle betroffenen Dienstleister wie Apple, Google oder auch andere Suchmaschinenbetreiber stellen ihre Dienste für einen Tag oder auch mal für eine Woche ein. Was glauben die Herren von der Telekom, was dann passiert?
Wo platziert denn die Telekom ihre Werbung im Netz? Würden Sie darauf verzichten, würden auch weniger Daten durchs Netz gehen. Würden Sie bei Google und in anderen Suchmaschinen nicht mehr gelistet, wären wir der Trafficminimierung einen weiteren Schritt näher gekommen.

Aber Egal, wir nehmen das alles einfach mal in Kauf und spinnen den Gedanken der Telekom weiter, nachdem sie Google und Co zur Kasse bitten. Wie würden diese denn reagieren?
Wenn ich Google-Chef wäre, würden die Kosten der Werbung für Internet Service Provider wie die Telekom massiv steigen. Viele Dienste würden teuerer und wahrscheinlich nicht nur für die Verursacher, sondern auch für Verbraucher. So nett die Google Dienste auch sind, sollte man sich mal die Frage stellen, wieviel Geld man für diese monatlich ausgeben würde … Hier entstünde eine Preisspirale, allerdings keine nach unten.

Hab ich jetzt den Gedanken nicht zu Ende gedacht oder sind der Telekom die Folgen Ihres Handelns einfach noch unklar? Vielleicht liege ich ja auch total daneben …
Was mir ehrlich gesagt total unklar ist: Die Telekom möchte Leistungen für potenziell viele Menschen zur Verfügung stellen, am liebsten Internetzugang mit 98425769 GBit für jeden … aber wehe dem, der die Leistungen auch nutzen möchte.

Geposted am: Sonntag, 8. August 2010
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Zum abwischen

Ich weiß, es ist inzwischen schon ein alter Hut, aber ich möchte hier mal in sehr knappen Worten schildern, warum ich den E-Postbrief nicht will: Nämlich deswegen!

Und mal ganz ehrlich, glaubt ihr wirklich, dass Behördengänge dann schneller erledigt werden? Ich nicht. Wahrscheinlich erspart man sich die Wartezeiten, aber die Bearbeitungszeit der einzelnen Anliegen wird sich dadurch nicht verkürzen. Das beste Beispiel ist das Finanzamt mit der elektronischen Steuererklärung. Gerade in diesem Jahr hat mich meine Steuertante schon darauf aufmerksam gemacht, dass es sehr lange dauern wird.

Ein interessantes Phänomen: In den größeren Medien mag man uns glauben machen, wie toll doch dieser E-Postbrief sei und so weiter. Aber wehe, wenn auch nur ein einziges Google Streetview Fahrzeug durch unsere Straßen fährt und unser Haus fotografiert … Denk euch euren Teil.

Meinetwegen können die sich ihren E-Postbrief ausdrucken und damit den Arsch abwischen. Musste mal gesagt werden …

Geposted am: Dienstag, 3. August 2010
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Offener Brief an Fr. v.d. Leyen und Fr. Schröder

Sehr geehrte Frau von der Leyen, sehr geehrte Frau Schröder,

es ist mir ein enorm wichtiges Anliegen, Ihnen heute zu schreiben.
Ich möchte Ihnen auf diesem Wege unsere soziale Situation, die daraus resultierenden Probleme und Ereignisse schildern, die sich momentan ergaben.

Im letzten Sommer musste mein Arbeitgeber das Insolvenzverfahren eröffnen. Die Schlussfolgerung daraus war die Freistellung nahezu aller Mitarbeiter zum 1. September 2009. Ich hatte das vermeintliche Glück und durfte die Insolvenz noch mit abwickeln, so dass mein Beschäftigungsverhältnis erst zum 31. Oktober 2009 endete. Seither bin ich arbeitsuchend gemeldet und beziehe Arbeitslosengeld I.
Nach über drei Monaten der Arbeitsuche, konnte ich am vergangenen Montag endlich einen neuen Arbeitgeber finden der mich mit Beginn ab 1. März 2010 einstellt.

Meine Freundin, mit der ich in einem gemeinsamen Haushalt lebe, hat seit dem 1. Geburtstag unserer gemeinsamen Tochter, ihre Tätigkeit als Krankenschwester in einem Seniorenzentrum wieder in Teilzeit aufgenommen. Seit Mitte Dezember 2008 arbeitet sie dort auf 50% und mit meiner Arbeitslosigkeit konnte sie auf 75% erhöhen. Als Dauernachtwache trägt sie eine hohe Verantwortung für viele Menschen.
Sie arbeitet dort nicht, weil sie sich selbst verwirklichen, sondern weil sie es muss und wir das Geld dringend benötigen. Natürlich wäre sie lieber mit unserer Tochter zu Hause.
Die Lebenshaltungskosten in Freising (Raum München) sind auch im Bundesdurchschnitt sehr hoch, daher sind wir beide darauf angewiesen arbeiten zu gehen.

Unsere Tochter wurde im Dezember 2007 geboren und kurz nach der Geburt wurde das Down Syndrom diagnostiziert. Sie ist generell wohlauf und man merkt nur wenig von ihrer Behinderung. Glücklicherweise ist sie von den üblichen Begleiterkrankungen (häufig Organschäden) verschont. Einzig die verzögerte Entwicklung ist spürbar, sie begann später als andere Kinder zu laufen und benötigt Förderung in ihrer Motorik und Artikulation.
Wir haben für Nele einen Behindertenausweis, eine Pflegestufe wurde bisher nicht bewilligt. Die Anmeldung für einen Krippenplatz erfolgte im Frühjahr 2009.

Soweit zu unserer derzeitigen Situation.
Nun verhält es sich aber so, dass wir uns mit meiner künftigen Arbeitsaufnahme in einem sozialen Notstand befinden. Wir besuchten heute das Amt für Kinderkrippen, Kindertagesstätten und Schulen in Freising, weil wir eine Betreuung für unsere Tochter benötigen. Meine Freundin muss nach zehn Stunden Nachtdienst schlafen, um am Abend wieder fit für die nächste Schicht zu sein. Ich jedoch muss ab 8 Uhr in der Arbeit sein. Die Mitarbeiterin des Amtes hörte uns zu und telefonierte umgehend mit einer Kinderkrippe, in welcher sich ein freier Platz befindet. Über diese Information freuten wir uns sehr, wurden aber umgehend enttäuscht, als uns mitgeteilt wurde, dass ein behindertes Kind vier Plätze in der Krippe benötigt um dem allgemeinen Stellenschlüssel zu entsprechen. Da es in Freising aber nicht genug Krippenplätze gibt und unsere Tochter von den nicht vorhandenen vier (VIER!!!!) benötigt, wurden wir an das Zentrum der Familie verwiesen um uns um eine Tagesmutter zu bemühen. Ich glaube, ich brauch Ihnen nicht erzählen wie es bei diesen platzmäßig aussieht.

Ich bin ehrlich gesagt mehr als frustriert, wütend trifft es eher, über dieses krankende System. Mein erster Gedanke war, die neue Arbeitsstelle wieder abzusagen. Zwar müssen wir mit dem Arbeitslosengeld den Gürtel momentan etwas enger schnallen, aber bis zum September kämen wir schon hin. Im Zweifelsfall beziehen wir ab November 2010 Hartz4. Gerade in der momentanen politischen Situation und Diskussion würde es uns als Hartz4 Empfänger deutlich besser gehen. Alles würde bezahlt und wir könnten uns den ganzen Tag um unsere Maus kümmern. Das Schlimmste für uns wäre der Umzug in eine andere Wohnung, aber ich denke auch bei diesem würde uns das Amt unterstützen.
Ist das in Ihrem Sinne?
Gerade habe ich den September genannt. Wir hoffen ab September einen Kindergartenplatz für unsere Tochter zu bekommen. Die nette Kollegin vom Amt teilte uns jedoch bereits mit, dass sie noch nicht glaube, dass wir einen Platz bekämen. Nachdem was uns heute mitgeteilt wurde sehe ich eher schwarz, wenn meine Tochter den Platz von vier (VIER!!!) Kindern dort einnimmt. Es wäre schön, wenn wir in diesem Sinne auch das vierfache Kindergeld und den vierfachen Wert der Pflegestufe erhielten, sofern sie uns genehmigt würde.

So kamen heute mehrere Fragen auf, deren Antworten ich mir nicht geben kann:

1. Wie kann es sein, dass Menschen, die arbeiten gehen (und auch wollen) an solche Hürden stoßen?
Woher, glauben Sie, habe ich den Eindruck, dass es mir als Hartz4-Beziehender besser ginge?
Mir ist schon klar, dass ich als Verdienender auch mehr Kosten übernehmen muss, als jemand ohne Einkommen, aber wo bleibt die Unterstützung, damit ich arbeiten gehen kann?

2. Was ist Integration? Ist es nur ein Wort um uns gesellschaftsfähig zu machen? Wie funktioniert Integration? Muss ich dazu mein Kind in einen heilpädagogischen Kindergarten geben, damit sie später in einer Förderschule und anschließend in betreuten Wohnheim untergebracht ist und in einer Behindertenwerkstatt arbeitet? Aus den Augen (der Gesellschaft), aus dem Sinn?

Frau v.d. Leyen, Sie haben vor Millionen Zuschauern gesagt, dass Hartz4 und die Förderung der Empfänger individuell geschehen muss, dass man eigentlich in jedem Fall individuell entscheiden müsse. Nun frage ich mich aber:
3. Wieso wird auf meine behinderte Tochter eine Schablone gelegt, die entscheidet, dass sie vier (VIER!!!) Plätze benötigt? Warum erhalte ich keine Chance, zumindest mal mit meiner Tochter in einer Einrichtung vorstellig zu werden, damit dann entschieden werden kann ob eine Betreuung möglich sei oder nicht und wie hoch der Aufwand tatsächlich wäre?

Ich möchte an dieser Stelle nicht hören, wie schlecht es woanders ist, das weiß ich selbst. Vielmehr möchte ich gern hören wie uns geholfen werden kann. Den ersten Schritt haben wir getan und sind zu Ihren Vertretern in ein Amt gegangen. Dort konnte man uns aufgrund gesetzlicher Regelungen nicht unterstützen.
Jetzt frage ich Sie beide, wie wir uns als Familie in dieses System einbringen und etwas dafür tun können. Ich war immer in dem Glauben, eine Hand wäscht die andere. So bin ich selbst engagiert und als Trainer in einem gemeinnützigem Sportverein tätig. Ich mache dies, weil ich es möchte und damit Kinder eine Aufgabe haben, sich bewegen und nicht auf der Straße rumhängen und Blödsinn machen.

Ich befinde mich mit meiner kleiner Familie in einem Dilemma. Und wie das bei einem solchen immer ist, sehe ich im Augenblick einfach keinen Ausweg.

Ich hoffe auf Antwort von Ihnen und werde unseren Fall so bekannt wie nur möglich machen, denn ich möchte nicht, dass es anderen Menschen genauso ergeht. Ich möchte, dass Regierung und Politik ein offenes Auge für Ihre Bürger und Wähler haben. Ich möchte etwas bewegen.

mit freundlichen Grüßen

Jörg Kahle

Geposted am: Donnerstag, 18. Februar 2010
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Drum prüfe wer sich auf welcher Site befindet

Über die Kommentare zu diesem Spreeblick-Artikel bin ich wiederum auf das TV-Blog gestoßen, speziell auf einen Beitrag in dem es um den bekanntesten Schuldnerberater des deutschen Fernsehens geht. Den Artikel habe ich ehrlich gesagt nicht gelesen, denn viel interessanter sind die Kommentare dort, aber seht selbst.
Aus den bisher 72 Kommentaren konnte ich beim Überfliegen nur einen ausfindig machen, der nicht persönlich an Herrn Zwegat gerichtet war.

Ich bin grad ganz hin- und hergerissen, ob ich das lustig finden soll oder eher nicht. Allerdings zeigt mir dieses Beispiel zwei Dinge: zum einen besteht offensichtlich dringender Bedarf, Menschen das Internet und ein paar grundsätzliche Sachen näher zu bringen. Zum anderen bin ich ehrlch gesagt entsetzt, dass der Blogbetreiber da nicht reagiert. Ich würde wenigstens die persönlichen Daten entfernen.
Schade, dass in der deutschen Bloglandschaft so agiert wird, ausgerechnet von einem „Profi“.

Geposted am: Donnerstag, 11. Februar 2010
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zu blöd

Das gibt´s doch nicht, ich bin zu blöd um den Code für Google Analytics einzubinden. Hab das letzte Nacht getan und seitdem keine Besucher gehabt. Also ich hatte schon Besucher, aber eben nicht angezeigt via Googledingens.
Gibt´s da nen Trick? Ich hab das so wie bei den anderen gängigen Counter einfach in den Footer mit reingeworfen, der wird ja immer mit aufgerufen. Jemand ne Idee?

Geposted am: Donnerstag, 24. Januar 2008
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