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Mimimiii, meine Post kommt nicht an

Aber jetzt mal ganz ehrlich: Genau das ist es doch, worum es bei einem Streik geht. Zu zeigen, dass ein Schaden entsteht, wenn der Job nicht gemacht wird. Ich hab mit DHL immer wieder Trouble gehabt und mich selten gewundert, denn die werden meiner Meinung nach einfach zu schlecht bezahlt. Wenn ich einen Arbeitnehmer gut bezahle, macht er auch nen guten Job. Leider haben das viele Arbeitgeber im Zeitalter von Zeitarbeitsfirmen vergessen. Aber auch wir, die Kunden, scheinen zu vergessen, dass guter Service manchmal Geld kostet. Ihr bezahlt die Arbeitgeber der Postboten und Zusteller.
Stellt sich doch letztlich die Frage, wer ist denn nun der Leidtragende? Natürlich jeder, denn jeder hat so seine Befindlichkeiten und persönlichen Katastrophen.

Geposted am: Donnerstag, 2. Juli 2015
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ein kleiner Pups im Netz

Wenn man regelmäßig mit Menschen in Kontakt kommt, für die das Internet aus Facebook und Google besteht, beginnt man sich so seine Gedanken zu machen. Anfangs stempelt man diese Menschen einfach als DAU ab, jedoch irgendwann macht man sich so seine Gedanken.

Warum ist Facebook so erfolgreich? Weil es von den oben genannten mehr Menschen gibt, als man annehmen mag. Das müssen nicht mal DAUs sein, sondern sie machen es sich einfach so bequem wie möglich.
Domainnamen muss man sich heute nicht mehr merken, den gewünschten Suchbegriff in die Suchmaschine der Wahl, by default Google, eingegeben, und selbst wenn man diesen Menschen eine url diktiert, wird diese zur Verifizierung in die Suchmaschine eingetragen. Was bitte ist eine Adresszeile?
Aber diese Menschen kommen zurecht und bewegen sich im Netz in ihrer Dunstwolke. Bei Google findet man mit den entprechenden Suchbegriffen nahezu alles was man möchte, E-Mails werden bei einem Freemailer abgerufen und für den akuten Informationsaustausch bleiben da noch die sozialen Netzwerke.

So wie ich mein Blog habe, hat der Ottonormalanwender seinen Facebookaccount. Dieser bietet ihm alles was er benötigt und bringt noch mehr mit als ein Homepagebaukasten von 1&1.
Die eigene Facebook-Pinnwand ist das Blog und so wie meine Leser hier kommentieren können, können die Freunde in Facebook die Einträge kommentieren. Außer den Beiträgen ist natürlich noch sharen von Links, Video und Bildmaterial inklusive, alles das geht ganz bequem auf Facebook. Der Vorteil ist, die Leser sind schon da, weil die entsprechenden Beiträge direkt in die Timeline der Freunde geworfen wird.
Mit einem eigenen Blog hat man da schon eine größere Reichweite, da dieses unabhängig von der Platform zu erreichen ist. Dafür ist Facebook aber preislich günstiger, auf den Preis der Freiheit Freigabe von Daten möchte ich hier jetzt nicht eingehen.
Facebook bietet aber noch mehr. Ein Chat ist inklusive, eine Installation von Drittsoftware, wie einem Jabber- oder IRC-Klienten auf dem heimischen Rechner ist somit nicht notwendig, geschweige denn der Betrieb eines eigenen Chatservers. Jüngst kam der Videochat noch dazu, zuvor die Facebook-E-Mail Adresse so dass ein eigener Mailaccount nur noch zur Registrierung benötigt wird!?
Und wenn man noch die vielen kleinen Features mit berücksichtigt wie Geburtstagserinnerung, Veranstaltungsplaner, Spiele und irgendwelche Bla-Seiten, die ich hier nicht benennen kann, da ich diese konsequent blocke, so kommt doch ein erstaunliches Lesitungsspektrum zusammen. Ich hoffe, ich habe hier kein wichtiges Feature vergessen.
Möchte ich diese Dinge selbst umsetzen, z.B. hier auf der Seite, hätte ich reichlich Arbeit und auch Kosten damit, social Networks wie Facebook oder auch Google+ bringen dies bereits mit … bis auf eine kleine aber feine Ausnahme: die Reichweite. Die mag aber möglicherweise gar nicht interessant für jeden sein, ausreichend ist die Erreichbarkeit des Freundeskreises.

Das Internet dürfte somit das größte Social Network darstellen und Facebook ist dagegen nur ein kleiner Pups, trotz über 500 Millionen Nutzern. Oder andersherum gesehen ist Facebook ein Internet im Internet.

Natürlich verläuft man sich im Internet auf einer Suche schneller und nicht nur der DAU sondern auch der Nerd weiß die Nerzwerke zu schätzen, egal ob Facebook, Google+ oder Twitter. Steht man erst mal mit einer Person über ein Netzwerk in Kontakt wird man in vielen Fällen in diesem über alle Publikationen informiert. Ob es einen neuen Blogbeitrag, einen Gastbeitrag, ein neues Video bei Youtube oder Vimeo, die Veröffentlichung eines Podcasts oder einfach nur die AKtualisierung der Geo-Location ist, das soziale Netzwerk dient als Informationsmedium und führt auf die richtigen Seiten.
Man könnte also auch fast behaupten, dass soziale Netzwerke die Position eines Feed-Readers einnehmen und darüber hinaus auch noch einen Mehrwert liefern.

So mancher Blogger, der auf Facebook schimpft, sollte sich mal darüber Gedanken machen ob er nicht das Gleiche macht. Beinahe hätte ich jetzt die Datenschutzfrage ausgeklammert aber leider gibt es unter Bloggern auch schwarze Schafe. Wie viele von euch benutzen ein Plugin, welches aus Sicht des Datenschutzes bedenklich (z.B. Akismet, Google Analytics usw) ist und Hand aufs Herz: hast du in deiner Piwik Installation ganz brav die Anzeige und Speicherung der IP-Adressen deaktiviert?
Was ich eigentlich sagen wollte, dass ich in diesem Betrag nicht auf eine Datenschutzdiskussion eigehen wollte, vielmehr um Nutzung und Funktionsumfang.

Geposted am: Samstag, 9. Juli 2011
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Kurze Gedanken zu Wikileaks

Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber ich glaube es war im Jahr 2008, als ich das erste Mal von Wikileaks hörte. Vermutlich war es in irgendeinem Podcast und ich meine mich zu erinnern, dass es dabei um die Domain wikileaks.de ging und dass deren Inhaber unangemeldeten Besuch von der Polizei bekam, inklusive Neugestaltung der privaten Wohnbereiche. Aber wie gesagt, ich bin mir nicht mehr ganz sicher.

Schon damals hatte ich den Eindruck, dass Wikileaks etwas ganz Großes sei, etwas Mächtiges und vor allem etwas was einigen Leuten ziemliche Angst einflößt.
Ich weiß auch nicht mehr so genau, warum ich mich damit nicht weiter beschäftigte und hin und wieder hörte man vereinzelt von Veröffentlichungen über Wikileaks. Wer sich dafür interessiert wie Wikileaks funktioniert und warum alles so ist, wie es ist, dem sei an dieser Stelle die Aufzeichnung des Chaosradio Folge 149 empfohlen, die sich ausführlich mit dem Thema beschäftigt.

Und natürlich ist Wikileaks derzeit in den Schlagzeilen vieler Zeitungen und Nachrichtensendungen, die ARD hat dem Thema am heutigen Abend sogar einen Brennpunkt spendiert.
Leider erhält man in den Mainstream Medien immer wieder den Eindruck als wären Wikileaks die „Bösen“. Das Weiße Haus hat an Wikileaks appeliert die Dokumente nicht zu veröffentlichen, wohlwissentlich was in diesen geschrieben steht.
Okay, die Amis halten unsere Regierung also für Pfeiffen, aber das tun viele der Deutschen auch, also, where are the news???
Ach so, stimmt ja … die ganze Veröffentlichung ist natürlich enorm gefährlich und gefährdet den Weltfrieden. Vermutlich ist Wikileaks auch schuld, wenn der Iran nun beginnt ernsthaft in den Krieg zu ziehen. Wer könnte es Ihnen verübeln? Ich habe Verständnis, wenn es nun zu Anschlägen kommt, denn auch als Ami hat man nicht das Recht den Präsidenten eines anderen Landes als Hitler zu bezeichnen. Oder anders formuliert: man sollte sich der Konsequenzen bewusst sein, wenn so etwas an die Öffentlichkeit gerät.

Ein einfaches Beispiel: ich gehe zu meinem Arbeitskollegen und erzähle ihm, dass ich meinen Chef für ein absolutes riesen Arschloch hielte. Ein anderer Kollege bekommt es mit und geht petzen. Klar oder? Ihr versteht was ich meine?
Dagegen waren die neuen Titel für unsere Damen und Herren, „zorniger alter Mann“ (Schäuble), „arrogant“ (Westerwelle) und „aus Teflon“ (Merkel) ja noch relativ harmlos. Wahrscheinlich haben die Pappnasen Damen und Herren noch nicht mal verstanden was da passiert ist. Aber bei den Deutschen hat man sich ja bereits entschuldigt und die lange Verbundenheit bla bla bla …
Sorry, ich hab´s grad verpasst, wann hat sich einer der Regierungssprecher der Amerikaner bei Ahmadinedschad entschuldigt?

Ich persönlich halte es für sinnvoll, wenn man einfach mal offen und ehrlich zueinander ist. Das ist ja schon die Grundlage für eine Beziehung (im Sinne einer eheähnlichen Gemeinschaft).
Das funktioniert auch im Job sehr gut, denn in Wahrheit ist mein Chef ein ziemlich dufter Kumpel, der jederzeit ein offenes Ohr hat und man kann auch mal Tacheles reden, der Ton macht ja bekanntlich die Musik. Nur in der Politik will das nicht so recht fruchten, da gibt es Geheimdienste und noch geheimere Dienste und Diplomaten und alle verhandeln und reden aber keiner tut was. Schade eigentlich.
Und dann kommt Wikileaks und legt mal ein paar Karten auf den Tisch. Und was lernen wir daraus? Nichts … wieder nichts dazu gelernt.

Geposted am: Montag, 29. November 2010
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ein paar Gedanken zum Castor

Normalerweise würde man sagen, dass das Thema Castor vom Tisch ist.
Das Ding ist gerollt und in Gorleben angekommen. Natürlich kam es, wie in jedem Jahr zu Protesten, und ehrlich gesagt bin ich erfreut, dass es überwiegend friedlich und ruhig verlief.
Ich habe mir so meine Gedanken gemacht und bin mir noch nicht so richtig sicher, auf welche Seite ich dabei stellen soll.
Grundsätzlich stelle ich mir die Frage, wie ich zu Atomstrom stehe. Dabei stellt sich mir noch nicht einmal die Frage der Kosten, vielmehr der Sicherheit. Ich finde nur sehr wenige bis gar keine Argumente gegen Atomstrom bis auf die Tatsache, dass ich mir Sorgen um die Sicherheit mache, denn die Folgen, wenn etwas schief geht sind katastrophal.
Was in mir ebenfalls gegen Atomstrom spricht ist der entstehende Müll. Derzeit ist total unklar wie dieser gelagert werden muss und wie lange.

Und da stehen die Demonstranten nun und behindern den Castortransport der unseren Müll durch die Gegend fährt, Müll den wir produziert haben. Also protestieren wir gegen unseren Müll, der von uns verursacht wurde.

Protest kann ja so oder so ablaufen und anfangs bemerkte ich ja, dass es sich in diesem Jahr um überwiegend friedliche Protest handelte. Mir ist nur unklar, warum Atomgegner die Gleisanlagen zerlegen. Zum einen handelt es sich dabei um eine Straftat und man darf sich dann hinterher nicht über die Konsequenzen wundern, zum anderen sehe ich die Gefahr, die davon ausgeht. Kann es von den Demonstranten denn wirklich gewollt sein, dass im schlimmsten Fall, der Zug entgleist, der Transportbehälter beschädigt wird und wir den radioaktiven Müll auf einem Acker liegen haben?
Bei aller Sympathie zum Protest, aber das kann ja so nicht richtig sein.

Aber man wollte den Transport ja nur aufhalten, was auch gelungen ist. Auch das kann man gut oder schlecht finden. Mir stellt sich die Frage: Was hat man von der Verzögerung?
Leider kann ich keinen Vorteil darin erkennen.
Allerdings hat die Verzögerung einen Haufen Geld gekostet, den letztlich das Land Niedersachsen tragen muss, eine Unterstützung vom Bund ist derzeit noch nicht gegeben. Vermutlich wird Niedersachsen auf den Kosten sitzen bleiben. Geld, welches nun in den Einsatz geht anstatt sinnvoll genutzt zu werden. Da bin ich froh dass ich nicht in Niedersachsen wohne.

Bitte versteht mich nicht falsch, ich will hier gar nix gutheißen. Für die Zukunft ein kleiner Tipp, wie es möglicherweise besser wird: Lagert doch die Regierung mal in Gorleben zwischen und wählt fähige Nachfolger, auch wenn die Auswahl, gelinde gesagt, schwer fällt.

An dieser Stelle noch ein Zitat aus einem alten Punkrock Song, der mir grad in´s Gedächtnis kam

Kippt die Regierung in die See
das bisschen Säure tut ihr doch nicht weh
und wenn sie dabei drauf geh´n,
könnt ihr das getrost vergessen
denn die Typen sind nicht nützlich
und man kann sie nicht mal essen*

* Lyrics Wasserleichen von Molotow Soda

Geposted am: Donnerstag, 11. November 2010
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Gläserner Polizist

Gestern am 1. Mai gab es erwartungsgemäß, wie in jedem Jahr, Krawalle in verschiedenen Städten.
In Berlin wurde das Motto „Berlin bleibt nazifrei“ ausgerufen und es gelang, Aufmärsche und Demonstrationen von Nazis zu blockieren und zurückzudrängen.
Darüber bin ich sehr froh, denn es zeigt, dass es in diesem Land noch genug Menschen gibt, die genau dafür einstehen und den Nazis keinen Fußbreit gewähren.
Aus verschiedenen Gründen kommt es bei solchen Aktionen aber auch immer wieder zu Auseinandersetzungen von Gegendemonstranten mit der Polizei und in diesem Zusammenhang tauchen dann auch recht schnell Videos bei Youtube auf, welche verschiedene Entgleisungen darstellen, wie z.B. dieses hier.

Sobald ein solches Video erst einmal bei den richtigen Leuten angekommen ist, geht es wie ein Lauffeuer durch das Internet, verbreitet durch Blogs, Twitter und Facebook. Waren es in der vergangenen Nacht noch 367 Views, so sind es zum jetzigen Zeitpunkt schon über 10000.
Die Kommentare bei YT zum Video sind inzwischen gesperrt, was mich auch nicht wundert.

Im Zusammenhang mit diesem Video wurde erneut der Wunsch geäußert, dass Polizisten ihre Dienstnummer deutlich erkennbar an der Uniform tragen. Eine Diskussion die schon lange am Laufen ist.
Ich bin da ehrlich gesagt hin- und hergerissen, doch dazu erstmal etwas grundsätzliches: Wenn jemand, egal wer, Scheiße baut, dann muss er/sie gegebenenfalls auch dafür gerade stehen.
Dazu ist es aber auch notwendig, dass die entsprechende Person gefasst wird.
In diesem Fall, also die Situation aus dem Video, wäre es natürlich einfach, träge der Polizist seine Dienstnummer deutlich sichtbar, so könnte man sein Verhalten zur Anzeige bringen. So weit so gut.
Aber wie verhält es sich auf der anderen Seite?
Leute die friedlich demonstrieren, bekommen eins auf die Fresse, weil unter Hunderten eine Handvoll Steineschmeißer dabei sind. Ich habe das selbst schon auf Demonstrationen erlebt. Alles friedlich, bis die ersten Steine flogen. Die Steineschmeißer haben die Beine in die Hand genommen und die Demonstranten, die für einen guten Zweck auf die Straße gingen, mussten das ausbaden.
Wäre es nicht einfacher, wenn jeder seine Personalausweisnummer gut sichtbar an der Kleidung träge? So könnte viel einfacher und schneller ermittelt werden. Die Richtigen würden ermittelt und zur Rechenschaft gezogen.

Aber ist es nicht genau das, was wir nicht wollen? Wollen wir denn tatsächlich den gläsernen Bürger? Wie ein Knasti schön die ID auf der Brust? Nein, das wollen wir nicht.
Warum wollen wir das dann von den Polizisten verlangen? Weil der Polizist im Auftrag des Staates und somit im Auftrag des Bürgers handelt? Damit ich als Bürger „kontrollieren“ kann, ob der Polizist, der auch von meinen Steuergeldern bezahlt wird, ein korrektes Verhalten an den Tag legt?
Wenn ich darüber nachdenke, erinnert mich diese Diskussion an den Datenschutz und Copyrightdiskussionen: Alle wollen alles Wissen, Informationen müssen frei sein und für jeden zugänglich … naja, bis auf meine, die behalte ich lieber für mich.

Versteht mich jetzt nicht falsch, ich wiederhole mich an dieser Stelle gern noch einmal: Jeder muss für sein Verhalten grade stehen!
Und so leid es mir auch tut dies hier zu sagen, aber da sind uns die Nazis schon einen Schritt voraus: Wenn die demonstrieren kommt es nicht so oft zu Ausschreitungen. Die demonstrieren und gehen nach Hause.

Denkt mal drüber nach.

Geposted am: Sonntag, 2. Mai 2010
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Web 3.0 vs. Zeit

Irgendwo habe ich gelesen, dass web 3.0 die vierte Dimension im Netz sein wird. Es kommt also die Zeit ins Spiel und alle Inhalte sollen auf den (Zeit)Punkt verfügbar sein.
Wer Twitter nutzt, weiß ungefähr wovon ich spreche. Über Twitter erhält man schneller News als in den Nachrichten oder Zeitungen, sofern man dies möchte und den dementsprechenden Leuten folgt. Und das ist auch gut so.

Aber mit der Zeit ist das so eine Sache. Ich erinnere mich an eine Zeit in der ich zahlreiche Blogs und Webseiten per Feed oder direkt verfolgte. Ich kam nach der Arbeit heim und las oft stundenlang bis tief in die Nacht in meinen Feeds. Wenn ich mal ein Wochenende mit meinen Freunden unterwegs war, musste natürlich alles entsprechend nachgeholt werden. Mit dieser Gewohnheit brach ich, als ich mit der Herzdame zusammenzog und irgendwann kam ja auch unsere Maus.

In den letzten Monaten fing ich langsam wieder an den Reader zu nutzen, anfangs nur mit ausgewählten Blogs, inzwischen auch mit weiteren anderen interessanten. Dazu kam noch zwei ein Twitteraccount und Buzz. Das scheint im ersten Moment nicht viel, aber ich merke immer wieder, wie mir einfach die Zeit fehlt, alles zu lesen. Denn auch in Twitter oder in Blogbeiträgen finden sich Links zu weiteren interessanten Beiträgen, Bildern, Events oder was weiß ich nicht alles. Diese Snippets (ich nenne das jetzt einfach mal so) speichere ich mir um sie mir bei Gelegenheit, also wenn ich mal Zeit habe anzusehen.
Und genau das ist das Problem: Zeit! Es gibt soviele lesenswerte Beiträge im Netz, allein schon auf deutschen Seiten, dass es unmöglich ist, alle zu lesen, wenn man auch nur annähernd ein normales Berufsleben und Privatleben führt.

Also was wird uns das Web in Version 3 wirklich bringen? Wir haben die Möglichkeit nahezu jede Information zu nahezu jeder Zeit zu bekommen. Aber die große Kunst wird es wohl sein, Informationen zu filtern. Wie man das tut, muss jeder für sich selbst entscheiden.
Ich für meinen Teil, kann auch offline meine Zeit mit der Herzdame und der Maus genießen.

Geposted am: Montag, 1. März 2010
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Auf dem besten Weg

In meinem letzten Vorstellungsgespräch wurde ich gebeten, mich zur aktuellen Arbeitsmarktlage zu äußern, welchen Einfluss diese auf mich hat und wo ich mich da sehe.
Wer, wie ich, eine kaufmännische Ausbildung genossen hat, wird schnell feststellen, dass es zwei große Strömungen gibt. In diesen Gedankengängen, lasse ich die administrativen Jobs einmal außen vor, denn es sollte klar sein, dass die meisten Unternehmen eine Buchhaltung, Persobnalabteilung, ein Sekretariat etc. benötigen.
Zum einen ist da der Customer Service. In diesem Bereich werden Kunden optimal betreut und beraten, Kundenbindungsmaßnahmen werden ergriffen und langjährige Partnerschaft soll entstehen, sofern noch nicht vorhanden.
Zum Anderen haben wir da noch den Vertrieb. In Zeiten wie diesen, setzen viele Unternehmen auf ein starkes Vertriebsteam. Angriff ist die beste Verteidigung und Geld muss in die Kassen. Das gelingt natürlich nur mit zahlungswilliger Kundschaft und diese muss gefunden und aquiriert werden.
Betrachtet man nun den Stellenmarkt für den Münchener Raum, so fällt ein Großteil der Vakanzen in den Bereich Sales, also Außendienst oder Innendienst im Vertrieb. Gerade im Finanz- und Versicherungssektor kann man hier schnell einen Job finden.
Ich habe in der letzter Zeit so den Eindruck gewonnen, dass Unternehmen da ein wenig in die falsche Richtung wandern. Überall soll verkauft werden, aber der Kundenservice, sowie die Kundenbindungsmaßnahmen bleiben da auf der Strecke. Ich habe in letzter Zeit vermehrt aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis, ja sogar aus meiner Familie, zu hören bekommen, wie einige Außendienstler momentan so drauf sind. Man könnte fast glauben, kämen die ohne Abschluss heim wieder ins Büro, würden sie ausgepeitscht. Leider verhält es sich im Customer Service Umfeld genauso. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass Unternehmen nicht in diesen Bereich investieren oder nicht die nötigen Instrumente zur Verfügung stehen.
Ich vermisse ein wenig die alten Zeiten, in denen man sich mit einem potenziellen Geschäftspartner getroffen hat und sagt Los, lass uns mal gemeinsam was reißen
Diese Hau-Ruck-Menthalität und das, meines Erachtens nach, unprofessionelle Verhalten einiger Außendienstler, treibt doch die Geschäftsanbahnungen eher auseinander. Verständlich, denn wenn mir zehn von denen auf den Sack gehen, wird der Elfte nen ganz schweren Start bei mir haben.
Aber man kann es denen ja nicht einmal verübeln, denn aufgrund der aktuellen Arbeitsmarktlage hier, sehen viele den Vertrieb als Chance. Aber bitte liebe Arbeitgeber: Nehmt euch mal die Zeit, eure Angestellten richtig zu schulen. Nehmt ihnen den Druck. Und vor allem: Denkt doch mal kurz drüber nach wie es um euren Kundendienst steht.

Ein anderes Phänomen ist die Zeitarbeit. Ursprünglich mal als Instrument der Agentur für Arbeit entworfen, sollten hier Möglichkeiten und Perspektiven geschaffen werden. Das scheint auch eine zeitlang funktioniert zu haben, heute allerdings hat dieses Instrument in meinen Augen ausgedient.
Der Fall der Kette Schleckerist mit 100%iger Sicherheit kein Einzelfall und nicht nur dort sollte der Zeitarbeitsfirma das Handwerk gelegt werden.
Frau v. d. Leyen sagte vor einiger Zeit im TV, sie müsse sich dieses Themas annehmen. Schlecker hat das System wieder geändert und gut ist, Zeitarbeitsfirmen tauchen in den Medien nicht mehr auf.
Wenn man allerdings auf Jobsuche ist wird man mit denen früher oder später konfrontiert.
Kürzlich erhielt ich einen Anruf einer Zeitarbeitsfirma, die mein Profil gefunden hatten und mir ein Angebot unterbreiten möchten. Ich habe nach kurzer Recherche im Netz deren Tarifvertrag gesehen und ich kann mir kaum vorstellen, dass jemand für dieses Geld dort arbeiten geht, jedenfalls nicht bei den Mieten die man im Münchener Raum so zahlt.
Ich habe auch schon bei Zeitarbeitsfirmen angerufen, die damit werben, dass sie auch Interessenten vermitteln würden, aber diese Schiene scheint wohl eher ein Abstellgleis der Branche zu sein.
In meinen Augen ist Zeitarbeit wie Abwrackprämie. Es gab einen kurzen Aufwind bevor alles den Bach runtergeht. Kurzzeitige Lösungen die auf Dauer nicht funktionieren.
Wir sind auf dem besten Weg unseren Arbeitsmarkt kaputt zu machen, wir haben mit Zeitarbeit angefangen und wenn das Mindestlohnmodell kommt, geht es weiter.
Der Mindestlohn mag ja hier und da eine Steigerung sein, ich denke allerdings, dass viele auch nur diesen zahlen werden. Warum mehr bezahlen, wenn der Staat sagt, dass es reicht.

Mich wundert es nicht, dass Unternehmen den Standort Deutschland verlassen. Mich wundern auch die permanent steigenden Arbeitslosenzahlen nicht. Aber ich muss mich sehr über die Politik in unserem Lande wundern. Und wenn die weitermachen wie bisher, dann werden auch die sich bald wundern …

Geposted am: Mittwoch, 3. Februar 2010
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kurze Gedanken zu Enkes Tod

Eigentlich wollte ich nichts dazu schreiben, habe jetzt aber das Gefühl, doch das eine oder andere Wort dazu zu verlieren.
Der Tod von Enke tangiert mich nur minimal. Ich habe verschiedene Beiträge im TV dazu angesehen, Blogbeiträge wiederum nicht. Auch mit der Herzdame habe ich hier das eine oder andere Mal darüber gesprochen.
Das Schicksal dieses Mannes würde ich schon als tragisch beschreiben. Im Sport ging es auf und ab (das sei hier aber nur beiläufig erwähnt) und dann der tragische Tod seiner Tochter. Wer selbst Kinder hat, wird schon nachvollziehen können, was dies für einen Menschen bedeutet. Dass dies dann mit Depressionen endet, ist für mich auch mehr als nachvollziehbar.
Nicht nachvollziehbar ist es für mich, sich so „aus dem Staub zu machen“ und Frau und Adoptivkind zurückzulassen.
Aber mal ganz ehrlich: Was soll der ganze Medienrummel? Muss man sich denn heute in den Medien dermaßen prostituieren? Ich hatte aus den Berichterstattungen eher den Eindruck gewonnen, dass Enke zu seinen Lebzeiten genau das nicht wollte.

Dabei gibt es Schicksale, über die es deutlich mehr lohnt zu berichten und sich derer anzunehmen. Menschen in Kasachstan, die in einem Dorf leben wo zu Zeiten des kalten Krieges mehr als 400 Atomtests durchgeführt wurden.
Kinder und Erwachsene die in heutigen Zeiten immer noch nichts zu fressen haben und verhungern müssen oder gar verdursten, weil entweder kein oder nur verseuchtes Wasser vorhanden ist.
Wenn ein Land von einer Umweltkatastrophe getroffen wird, senden wir Hilfen und Gelder in Millionenhöhe während sich Kinder woanders prostituieren müssen um ein paar Taler zu „verdienen“.

Vielleicht sollte man sich einmal kurz darüber Gedanken machen bevor man seine Aufmerksamkeit auf das Schicksal eines einzelnen Mannes lenkt.
Natürlich verstehe ich auch, dass der Tod einer Person, die man „kennt“, einem näher geht. Und ich verstehe auch, dass der Tod einer Person der Öffentlichkeit eher betroffen macht.
Und die meisten wissen, dass kein Fußballfan bin, deshalb war er für mich auch nur ein Fußballspieler.

Geposted am: Sonntag, 15. November 2009
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20 Jahre danach

Wer hätte damals gedacht, dass alles so kommt wie es dann doch kam.
Mit 12 Jahren könnte man noch zu klein sein, um zu verstehen was es bedeutet und was das alles nach sich ziehen wird. Aber ich denke, ich verstand ganz gut.
Wir empfingen alle Fernsehsender die über die Antenne reinkamen und aufgrund der Nähe zu Berlin waren das auch die Westdeutschen. Ich kann sagen, dass auch ich als Ossi mit der Sesamstraße und Colt Seavers aufgewachsen bin. Das war für mich selbstverständlich. Nicht jedoch für den Klassenkameraden, dessen Vater Offizier der NVA war. Der hatte dafür cooles russisches Spielzeug.
Mir war klar, dass die Zugehörigkeit zur evangelischen Kirche nicht gern gesehen war. Meine Schwester wurde sogar in der Schule als Staatsfeind bezeichnet und ich behaupte, dass die Konfession die Ursache war, warum sie das Ost-Abi nicht machen durfte.
Die Schwester meiner Oma schickte uns Pakete und meine Großeltern durften sie in Kassel besuchen. Diese Päckchen waren heiß begehrt. Kaffee fand ich damals langweilig. Unvorstellbar, dass meine Familie nicht die ersten waren, die den Inhalt des Paketes sahen.
Ich wusste dass es eine StaSi gibt. In meiner Vorstellung war dies die Geheimpolizei der DDR. Aber was da abging und mit welchen Mitteln und Methoden dort gearbeitet wurde, konnte ich mir selbst in meinen kühnsten Träumen nicht vorstellen.
Natürlich wusste ich auch, dass es eine Grenze gibt und die Ausreise in Richtung Westen nicht gern gesehen wurde, speziell die Ausreise ohne Genehmigung. Aber dass Soldaten an der Grenze mit Gewehren auf fliehende Menschen schießen, wurde in den damaligen Medien nur bedingt erwähnt.
Erst heute kann ich nachvollziehen, warum meine Mutter entsetzt war und es mir wieder ausreden wollte, als ich ihr freudestrahlend erzählte, dass ich Polizist werden wolle.

Der 9. November 89, das war ein denkwürdiger Tag,
Westberlin, ein Heer von Trabis und die knattern durch die ganze Stadt.
Die Medien sind voll davon und auch ich bin etwas berührt,
aber dass die da andauernd von Freiheit reden, hey da hab ich wohl was nicht kapiert …*

Jetzt möchte man meinen, dass alle dankbar sein müssten. Aber ehrlich gesagt, tue ich mich da ein wenig schwer. Die deutsche Regierung ist mit ihrer Gesetzgebung auf dem besten Weg zum Überwachungsstaat. Das mag im Augenblick alles noch nicht so fühlbar sein, aber das war es für mich als 12-jährigen auch nicht. Leider wacht man immer erst hinterher auf und den Vergleich mit dem dritten Reich spare ich mir jetzt einfach.
1989 sind die Menschen für mehr Freiheit auf die Straße gegangen und aus der Aufhebung des Ausreiseverbotes wurde die Wiedervereinigung. Heute sollten noch viel mehr Menschen für ihre Freiheiten auf die Straßen gehen, aber entweder geht es ihnen noch zu gut oder sie ahnen noch nicht was da auf uns zukommt.
Ich frage mich, wovor wir solche Angst haben müssen um das Argument des Gläsernen Bürgers zu stützen? Die Antwort ist ganz einfach: Vor uns selbst und dem was wir taten.

*Quetschenpaua „9.Nov/3.Okt“

Geposted am: Montag, 9. November 2009
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Abgewrackt

Hallo Bundesregierung,

ich möchte mich heute aus gegebenem Anlass bei Dir bedanken. Bedanken für Deine Politik in Bezug auf die Banken und für Deinen tollen Plan in der Krise: die Abwrackprämie.

Mit der Abwrackprämie wurden ja offensichtlich viele Fliegen mit einer Klappe geschlagen und die Lobby der Autohersteller sollte wieder milde gestimmt werden. Soweit der Plan, denn die großen Gewinner sind die Importeure, die mit ihren kleinen Japanern und Franzosen und was weiß ich auf den Markt schwemmen.
Weitere Gewinner sind, meines Erachtens nach, die Banken, denn die meisten der Fahrzeuge werden über diese finanziert. Ehrlich gesagt sehe ich sonst keinen weiteren Vorteile der Prämie.
Halt, da ist ja noch unsere Umwelt … muss ich dazu jetzt was schreiben?

Aber wenn es einen Gewinner gibt, wer auch immer dies sein mag, muss es auch einen Verlierer geben. Aber wer?
Okay, wenn jemand sein Fahrzeug finanziert, weil er es nicht bar bezahlen kann, dann ist das schon ein normaler Schritt und für mich durchaus nachvollziehbar. Nichtsdestotrotz hat vielleicht auch der ein oder andere damit über seine finanziellen Stränge geschlagen.

Dann sind da noch die freien und kleineren Werkstätten, denen nun ein Teil des Geschäfts wegbricht, weil der alte Gebrauchte nicht mehr repariert wird und man sich ja einen neuen kauft.

Genau so ist es um den Gebrauchtwagenmarkt gestellt und mal ganz ehrlich, was in Afrika abgeht ist doch den Meisten egal, oder? (via)

Dann sind da noch die Autovermieter, denen die Abwrackprämie ordentlich zu schaffen macht.

Naja gut, können eben nicht alle profitieren, Hauptsache ich hab ein schönes neues Auto. Aber Moment mal: Wer kommt denn für die ganzen Kosten auf, die hier entstehen? Na klar, Du und ich und jeder Steuerzahler hier in good old Germany, aber sind ja nur 5 Milliarden … plus Zinsen!!!

Aber was bringt es schon jetzt noch zu jammern, schließlich ist das Thema so gut wie erledigt und ich habe momentan andere Sorgen

Beim Autovermieter Budget gehen die Lichter aus

Vielen Dank liebe Regierung, ich glaube dein Plan ist nicht aufgegangen

Geposted am: Freitag, 28. August 2009
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Kalenderänderung

Ich hätte hier noch ein wenig Sommerlochkontent. Wer also mag darf gern weiterlesen.
Habt ihr euch schon mal Gedanken über unseren Kalender gemacht? Also jetzt mal ganz ehrlich, der funktioniert doch nur bis man 2-3 Jahre alt ist und verschiebt sich dann um ca ein halbes Jahr. Nämlich genau dann, wenn man in den Kindergarten kommt. Das zieht sich dann weiter durch mit der Einschulung bis zum Abitur. Ein wenig flexibler wird man(n) dann wenn es Wehr- oder Wehrersatzdienst geht. Während bei den Frauen es nach der Schule dann wieder mit Ausbildung oder Studium weitergeht. Während die Ausbildung wiederum im September beginnt, ist man beim Studium etwas flexibler und wenn man keinen Bock hat und noch ein wenig blau macht, kann man auch gern ein Semester später einsteigen.
Das ganze ließe sich doch viel einfacher gestalten: Bundesweit beginnen die Ferien und damit auch die Schule zur gleichen Zeit. Ich denke, ein guter (Schul)Anfang wäre der 1. September. Nachdem dies in allen Bundesländern gleich ist, weiten wir dieses System auf ganz Europa aus. Wenn es dann soweit ist, passen wir noch den Kalender an. Aus dem 1. September wird dann der 1. Januar. Das wäre doch viel praktischer. Silvester läge dann im Sommer und die Partys könnte man ins Freie verlegen und müsste sich beim Raketenstarten nicht immer die Finger abfrieren.
Alternativ kann man den Studienbeginn genauso legen. Und wenn ihr jetzt mal ganz ernsthaft darüber nachdenkt, werdet ihr feststellen, dass das eine ganz fantastische Idee ist. Ich wüsste auch schon welcher Kandidat uns da unterstützen würde.

Geposted am: Sonntag, 16. August 2009
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Verschwörungstheorien

Wenn ich mir Fahrenheit 9/11, Zeitgeist oder vergleichbare Filme ansehe, habe ich oft das Gefühl zu erkennen wie das System funktioniert und welches Spiel auf dem weltpolitischen Feld gespielt wird. Jedoch bin ich immer wieder überrascht was da noch alles kommt.
Sieht man sich diese Verschwörungsfilme an, muss man jedoch ernsthaft hinterfragen, auf welche Quellen sie sich berufen und wie hoch der Wahrheitsgehalt ist. Oft wird in solchen Filmen mit rhetorischen Mitteln so gearbeitet, dass aus Fragen vermeintliche Antworten werden. Aber die Antworten wird man wohl nicht erhalten.
In zwei Jahren jährt sich 9/11 zum zehnten Male und in den USA wird man ein riesen Spektakel darum machen. Aber ist denn dieser Fall bereits aufgeklärt? Eine Absturzstelle ohne Flugzeug mitten in der Pampa der Staaten? Ein weiterer Absturz ins Pentagon ohne Flugzeugtrümmer? Die verschiedensten Einsturztheorien der Türme des WTC?
Bei allen Möglichkeiten, gehe ich ganz fest davon aus, dass dies nicht aufgeklärt wird.
Und nun schauen wir uns mal das nachfolgende Video an:

Okay
Wer ist John Perkins und was ist Confessions of an economic hit man?
Jetzt kann man sich natürlich fragen, warum der Mann noch lebt. Wäre er aber bereits von der Bildfläche verschwunden, wäre das wie ein Schuldanerkenntnis. Er lebt aber noch und so wirkt auch dieser kurze Ausschnitt und das Buch wie eine weitere Verschweörungstheorie.

Ich möchte dies alles nicht abwerten, weder die Arbeit von Michael Moore noch die von John Perkins. Ich möchte mich auf keine Seite schlagen. Ich möchte nur, dass jeder mit offenen Augen durch die Welt geht, nicht alles hinnimmt und gegebenenfalls hinterfragt.
Dies gilt auch für meinen letzten Hinweis auf den Film Let´s make money

Die beste Zeit um zu Kaufen ist, wenn das Blut auf der Straße klebt

Warum wehren sich die Menschen nicht dagegen? In China ist Zensur und Unterdrückung offensichtlich und Menschen kämpfen dagegen.
Sollten sich aber diese ganzen Verschwörungsgeschichten als wahr erweisen, wären wir weltpolitisch am Rande einer Katastrophe. Politik wäre nie mehr glaubhaft, das ist ja schon heute schwierig, und ich glaube die Menschen würden weltweit auf die Straßen gehen.

Geposted am: Sonntag, 19. Juli 2009
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Männer & Motoren

Es gibt ja Menschen, meist sind es Männer, soll jetzt aber keinesfalls diskriminierend sein, für die ist das Auto so was richtig Wichtiges im Leben. Da wird die Karre personalisiert, bekommt Namen und was weiß ich was alles. Irgendwie habe ich mich bis vor einiger Zeit auch noch zu diesen Menschen zählen können.
Mein letztes Auto, ein Golf 1 Cabrio, war mein Traumauto. Ich habe kein anderes Fahrzeug so lange besessen wie dieses. Mit Neles Geburt wurde natürlich schnell klar, dass das Cab in unserer Familie keine Zukunft haben wird, trotzdem hielt ich an dem Gedanken fest es zu behalten, schließlich benötigten wir ja wohnsituationsbedingt zwei Fahrzeuge. Allerspätestens mit dem Umzug war dann aber klar, dass ich mich von meinem kleinen Schwarzen trennen müsste, aber auch wollte. Ich hatte nun die Möglichkeit mit dem Bus zur Arbeit zu fahren und könnte mir mit dem Verkauf eine Menge Geld sparen. Das habe ich dann auch getan.
In den letzten Wochen waren die Herzdame und ich dann öfter unterwegs und haben uns die wildesten Autos angesehen, bis wir dann schließlich unser neues altes Auto gefunden haben. Im Zuge des Erwerbes haben wir zeitgleich den Twingo der Herzdame verkauft und konnten so das neue Auto fast kreditfrei finanzieren. Zugelassen ist er seit letztem Freitag und die Herzdame ist damit schon ordentlich zur Arbeit und durch die Gegend geeiert.
Ich bin heute dann das erste Mal mit dem Auto unterwegs gewesen und irgendwie war es merkwürdig. Während ich bei all meinen Autos die ich im Laufe der Jahre so besessen habe irgendwie so ne Art Bindung aufbauen konnte, habe ich dieses Mal das Gefühl ich säße in einem Leihwagen. Das Auto und ich sind uns so fremd, dass da auch bisher kein richtiger Fahrspaß aufgekommen ist und ich kann noch nicht einmal richtig festmachen woran das liegt. Die Herzdame meinte dann heute Abend Warte mal ab, das kommt schon noch. Das einzige was mich momentan erfreut ist der geringe Verbrauch. Ist eben so ein richtiges Vernunfts- und Familienauto: vier Türen, Diesel und Klimaanlage, das waren die KO Kriterien.
Viel schlimmer ist, dass seit dem Verkauf des Cabbys und der Suche nach nem Auto, der Wunsch nach nem Moped wieder extrem aufgekommen ist. Da ich ja nicht mehr auf ein Auto angewiesen bin und man mit dem Moped eh viel schneller durch den Stau die Stadt kommt, wäre das doch als Zweitfahrzeug ideal. Die Herzdame ist nicht so amused und jede Wette: meine Mama, wenn sie das hier liest auch nicht.

Geposted am: Mittwoch, 24. Juni 2009
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Westfernsehen

Dieses blöde Internetzensurdingensthema regt mich so auf. Heute morgen musste ich kurz an Zeiten im Osten denken. Da wir nahe Berlin gewohnt haben empfingen wir im TV außer DDR1 und DDR2 auch die öffentlich rechtlichen des bundesdeutschen Rundfunks. Ich bin damit aufgewachsen, für mich war es normal. Ein Freund aus der Schule durfte um´s Verrecken kein „Westfernsehen“ sehen. Sein Vater war bei der NVA und da konnte es nicht hingenommen werden, dass der älteste Spross die Propaganda des Staatsfeindes ansieht.
Natürlich war man als Kind geeicht, dass man in der Schule eben nicht erzählte was da gestern so in der Glotze lief. Da konnte man schnell in Teufels Küche kommen.
Ich glaube wenn es technisch möglich gewesen wäre, dann hätte die Stasi zu dieser Zeit eine DNSTV-Sperre verhangen, aber so einfach war das nicht. Stattdessen sahen sich viele die „Westsender“ aus Angst nicht an. Aber deshalb gab es sie trotzdem und es war einfach dieses Verbot zu umgehen.

Heute ist es doch genauso. Gibst du eine url ein, an deren Ende, nach dem Entern, ein rotes Stoppschild kommt, musst du Angst haben dass die Stasi Polizei zu dir in´s Haus kommt und dich mitnimmt.

Gehen Sie doch mal auf baidu.cn, der großen chinesischen Suchmaschine. Suchen Sie dort bitte mal erst nach was völlig unverfänglichem, wie zum Bespiel: “guandong” und dann mal testweise nach “falun gong”, was da passiert, kann man mal ganz kurz so zusammenfassen: es ist nicht Ihr Internet, das da kaputt ist!

Versteht mich nicht falsch, ich beziehe ganz klar Stellung gegen Kinderpornografie und würde die Verfolgung dessen jederzeit bedingungslos unterstützen ohne Wenn und Aber.
Der Weg der hier gegangen wird ist einfach der Falsche! Das sehen sogar die Opfer so, hier ein offener Brief an Frau von der Leyen.

Als ich das gerade gelesen habe kam mir folgende Frage in den Sinn: Wenn ein Missbrauchsopfer dessen Erlebnisse anonym auf einer Webseite schildert, gilt das dann als Kinderpornografie? Wird dann diese Seite gesperrt?

Geposted am: Dienstag, 28. April 2009
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Internetzensur

Hier stimmt doch was nicht. Die Zensurlösung einer Frau von der Leyen ist doch einfach nur lächerlich und wenn man sich auch nur ein wenig mit dieser Thematik auseinndersetzt wird man feststellen wie sinnlos diese Internetsperre doch ist. Moment, sinnlos ist sie nicht, denn für Regierung und BKA ist sie durchaus sinnvoll. Es wird also eine Liste entstehen. Der Zugriff auf die aufgelisteten Seiten wird erschwert, anstelle des Inhaltes wird man ein Stoppschild zu sehen bekommen. Aber wer steht denn da auf der Liste? Weiß keiner, wird auch nicht bekannt gegeben, sonst könnte man die Sperre ja umgehen und trotzdem auf die Seite gehen.
Wenn ich jetzt hier einen unbequemen Beitrag schreibe, könnte man meine Seite ja gleich mit auf diese Liste setzen. Ja, das wäre prima, denn niemand könnte es nachvollziehen, sie wäre einfach weg und alle denken auf Mastente gäbe es Kinderpornografie. Aber wenn das alles nur ein Irrtum war? An wen würde ich mich denn wenden müssen? BKA oder meinen Internet Service Provider? Keiner weiß es.

Aber bleiben wir mal bei den Fakten. Technisch gesehen ist es doch dermaßen einfach, dass selbst Internet Newbies diese Sperre umgehen könnten. Frau von der Leyen sieht das ein wenig anders.
Gehöre ich also zu den

…20%. Die sind zum Teil schwer Pädokriminelle, die bewegen sich in ganz anderen Foren. Die sind versierte Internetnutzer, natürlich auch geschult im Laufe der Jahre in diesem widerwärtigem Geschäft

und das nur weil ich mich mit den technischen Möglichkeiten auseinandersetze?

Und die entscheidende Frage ist die: Wenn diese Liste beim BKA landet, warum geht man nicht gegen Betreiber und Hoster vor? Diese können doch noch leichter ausgemacht werden, als eine DNS Sperre zu umgehen?

Hier geht es nicht darum Kinder zu schützen. Nachdem Terrorismus den Menschen nicht genug Angst gemacht hat, Rechte aufzugeben (obwohl mit diesem Argument schon viel zu viel Schabernack betrieben wurde) kommt die Regierung jetzt mit dieser Nummer. Natürlich werden das die meisten Bürger schlucken, denn die Argumentation für diese Sperre mag auf den ersten Blick schlüssig wirken. Aber verschwindet eine Warze nur weil ich ein Tuch darüber lege?

Nachdem ich neulich ein paar Links gepostet habe, hier noch ein sehr guter Beitrag von Jens Scholz

Außerdem gibts hier Interviews mit Johnny Häusler (Spreeblick), Andreas Maurer (1&1) und Axel Kossel (c`t) die man auf jeden Fall gesehen haben sollte.

Ich geh jetzt wieder heulen, denn was sich hierzulande abspielt wird immer unerträglicher.

Geposted am: Sonntag, 26. April 2009
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Kinderpornografie im Netz

In den Nachrichten ging es heute um dieses Internet-Kinderporno-Dingens. Ein paar Detrails kann man aus einem Beitrag des Tagesspiegels entnehmen (Unbedingt die Kommentare unten lesen!).

Kinderpornografie im Internet ist die Vergewaltigung von Kindern vor laufender Kamera

Nun ja, ich denke dieses Thema ist für die meisten meiner Leser völlig indiskutabel, aber was passiert denn hier bei diesem Vertrag?

Die Provider verpflichten sich, die vom BKA erstellten täglich aktualisierten Sperrlisten mit rund 1000 Internetseiten zu übernehmen. Spätestens in sechs Monaten soll dann anstelle der aufgerufenen kinderpornografischen Webseite ein Stoppschild auf dem Monitor erscheinen

Okay, also wird eine Produktion kinderpornografischer Inhalte doch noch geduldet nicht unterbunden, sondern nur der Zensurbalken zwischen Material und potenziellem Konsumenten gelegt.

zensursula_seite_08

Wenn man dieses Verfahren mal ein wenig abstrakt betrachtet, passiert hier folgendes: Ein Mann raubt einer Oma die Handtasche, während ein Komplize die Sicht für Passanten verdeckt. Es geschieht eine Straftat und niemand kann einschreiten, weil man sie nicht sieht. Ich möchte jetzt keineswegs dazu aufrufen sich solche Inhalte anzusehen, ich möchte lediglich zum Ausdruck bringen, dass der Weg zur Bekämpfung der Kinderpornografie meines Erachtens nach der Falsche ist. Würde sich jemand an meiner Tochter vergreifen, ließe ich mich nur ganz schwer aufhalten … Aber der Staat und die Provider rufen hier zum Wegsehen auf, das darf man so nicht hinnehmen. wo bleibt denn da die Zivilcourage???
Warum wird nicht gegen die vorgegangen, die das Material ins Netz stellen? So ein Uploader ist doch durchaus ermittelbar. Oder kann man da wirtschaftlich nicht so viel rausholen wie bei Copyrightverletzungen??? Sorry, ist aber für mich nicht mehr nachvollziehbar.

zensursula_seite_04

Schlimm, dass die einzelnen Internet Service Provider da auch noch mitmachen. Was kommt denn als nächstes? Ich möchte hier nicht anfangen von wegen freier Meinungsbildung und freies Web und so, aber sollten wir uns doch hier mal ernsthaft ein paar Gedanken machen. Das BKA beginnt nun zu filtern und die meisten werden sagen „Zu Recht“. Aber was wird als nächstes gefiltert? Inzwischen freue ich mich schon darauf alt zu werden, wenn mich Medien wie das Internet nur noch bedingt tangieren und ich hier zu Hause mit meiner Familie nur noch mein Leben lebe. Dann mach ich mir keine Gedanken mehr über einen Überwachungsstaat sondern bin stummes Teil des Ganzen … Fazit: Immer schön die Fresse halten und wegsehen, Am besten Ihr fangt heute schon mal an.

Warum muss ich grad an The Wall von Pink Floyd denken???

Die Bilder habe ich aus diesem Beitrag, dort gibt es noch weitere Bilder und den Verweis auf diesen Beitrag
Im Übrigen wurde natürlich in Berlin vor Ort demonstriert, hier ist auch ein schöner Flyer zum nachlesen, Prädikat: Empfehlenswert!

Geposted am: Freitag, 17. April 2009
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